Öffentlicher DNS-Resolver · Server in Deutschland

INAL DNS

Verschlüsselte Namensauflösung ohne Umweg über die großen Konzerne. Eigene Rekursion, DNSSEC-Validierung, keine Protokolle und ein Filter gegen Werbung, Tracking und Schadsoftware.

  • DNS-over-HTTPS
  • DNS-over-TLS
  • DNS-over-QUIC
  • DNSSEC
  • No Log
  • Standort Deutschland

Wichtig: INAL DNS ist ein filternder Resolver. Werbung, Tracker, Telemetrie, Malware, Erwachsenen-Inhalte, Glücksspiel und neu registrierte Domains werden blockiert. Details zum Filter

Ihre Endpunkte

DNS-over-HTTPS (DoH)
https://dns.inal.cloud/dns-query
DNS-over-TLS (DoT, Port 853)
dns.inal.cloud
DNS-over-QUIC (DoQ)
quic://dns.inal.cloud
IPv4 (für die Windows-Einrichtung)
148.251.162.153

IPv6 wird derzeit nicht angeboten. Der Zugriff ist aktuell nur aus Deutschland möglich.

Eigenschaften

Unabhängig, geprüft und sparsam mit Daten.

INAL DNS fragt niemanden um Erlaubnis und gibt nichts weiter. Jede Antwort wird selbst ermittelt, kryptografisch geprüft und sofort wieder vergessen.

  • Eigene Rekursion

    Namen werden selbst ab den Root-Servern aufgelöst. Es gibt keine Weiterleitung an Google, Cloudflare, Quad9 & Co. Eine lokale Kopie der Root-Zone (RFC 8806) spart zusätzlich Anfragen und Zeit.

  • DNSSEC-Validierung

    Signierte Antworten werden kryptografisch geprüft. Manipulierte oder gefälschte Einträge werden verworfen, statt an Ihr Gerät weitergegeben zu werden.

  • Kein EDNS Client Subnet

    Teile Ihrer IP-Adresse werden nicht an fremde Nameserver weitergereicht. Die Server der angefragten Domains sehen nur INAL DNS, nicht Sie.

  • Verschlüsselt unterwegs

    DNS-over-HTTPS, DNS-over-TLS und DNS-over-QUIC schützen Ihre Anfragen auf dem Weg zum Server. Weder WLAN-Betreiber noch Internetanbieter können mitlesen oder Antworten verfälschen.

  • Server in Deutschland

    Der Resolver läuft im Rechenzentrum Falkenstein (Sachsen) und unterliegt der DSGVO. Der Zugriff ist aktuell nur aus Deutschland möglich.

  • No Log

    Es werden keine Anfragen, keine IP-Adressen und keine Domainnamen gespeichert. Statistiken werden nur im Arbeitsspeicher gehalten und nicht auf die Festplatte geschrieben. Nach einem Neustart sind sie weg.

Transparenz

Was wird gefiltert?

INAL DNS ist ein filternder Resolver. Anfragen nach Domains aus den folgenden Kategorien werden nicht aufgelöst. Die betroffenen Seiten, Werbebanner oder Tracker laden dann nicht. Wenn Sie ungefiltertes DNS brauchen, ist dieser Dienst nicht der richtige.

  • Werbung und Tracking Strenge Liste: HaGeZi Multi Ultimate
  • Malware, Phishing und Betrug HaGeZi Threat Intelligence Feeds
  • Erwachsenen-Inhalte OISD NSFW und StevenBlack
  • Glücksspiel und Fake News StevenBlack fakenews-gambling-porn
  • Neu registrierte Domains (letzte 7 Tage) HaGeZi NRD. Frisch angemeldete Domains werden besonders oft für Phishing missbraucht.
  • Telemetrie und Krypto-Mining Enthalten in den HaGeZi-Listen: Nutzungsdaten, die Geräte und Apps im Hintergrund senden, sowie Skripte, die heimlich Kryptowährung schürfen.

Nicht gefiltert wird Social Media. Facebook, Instagram, TikTok, X, YouTube, WhatsApp und andere soziale Netzwerke bleiben ganz normal erreichbar.

Strenge Filter treffen manchmal harmlose Seiten

Die Werbe- und Tracking-Liste ist bewusst streng. Dadurch kann es passieren, dass ein Link aus einem Newsletter, ein Gutschein-Portal oder ein einzelner Dienst nicht funktioniert.

Schreiben Sie uns in diesem Fall an info@inal-it.de. Nennen Sie die betroffene Domain (z. B. beispiel.de) und kurz, was nicht funktioniert. Wir prüfen die Freischaltung.

Grenzen von DNS-Filtern

DNS kann nur ganze Domains sperren. Werbung, die von derselben Domain kommt wie der eigentliche Inhalt (z. B. bei YouTube), lässt sich so nicht blockieren, ohne den Dienst selbst zu sperren.

Dafür empfehlen wir zusätzlich einen Werbeblocker im Browser, etwa die Erweiterung uBlock Origin (bzw. uBlock Origin Lite) für Firefox, Chrome, Edge und Brave.

Einrichtung

In wenigen Minuten eingerichtet.

Wählen Sie Ihr Gerät oder Ihren Browser. Eine Einrichtung im Betriebssystem gilt für alle Apps. Eine Einrichtung im Browser gilt nur für diesen Browser.

Android ab Android 9, über „Privates DNS“ (DNS-over-TLS)
  1. Öffnen Sie die Einstellungen.
  2. Tippen Sie auf Netzwerk & Internet (bei Samsung: Verbindungen → Weitere Verbindungseinstellungen).
  3. Wählen Sie Privates DNS.
  4. Wählen Sie Hostname des privaten DNS-Anbieters und tragen Sie ein: dns.inal.cloud
  5. Tippen Sie auf Speichern. Fertig, das gilt für WLAN und mobile Daten.

Je nach Hersteller heißen die Menüpunkte etwas anders. Am schnellsten finden Sie die Option über die Suche in den Einstellungen mit dem Begriff „Privates DNS“.

iPhone, iPad und Mac iOS/iPadOS 14 und macOS 11 oder neuer, per Konfigurationsprofil
Profil herunterladen

inal-dns.mobileconfig richtet DNS-over-HTTPS mit https://dns.inal.cloud/dns-query ein.

iPhone und iPad

  1. Öffnen Sie diese Seite in Safari und tippen Sie auf Profil herunterladen. Bestätigen Sie die Frage „Diese Website versucht, ein Konfigurationsprofil zu laden“ mit Erlauben und schließen Sie den Hinweis.
  2. Öffnen Sie die Einstellungen. Oben erscheint Profil geladen. Tippen Sie darauf (alternativ: Allgemein → VPN und Geräteverwaltung, bei älteren Versionen Allgemein → Profile).
  3. Tippen Sie oben rechts auf Installieren, geben Sie Ihren Gerätecode ein und bestätigen Sie noch zweimal mit Installieren.
  4. Fertig. Das Profil ist sofort aktiv und gilt für WLAN und Mobilfunk. Unter Allgemein → VPN und Geräteverwaltung → DNS muss „INAL DNS“ ausgewählt sein.

Mac

  1. Laden Sie das Profil herunter und öffnen Sie die Datei im Ordner Downloads per Doppelklick. macOS meldet „Profil wurde geladen“.
  2. Öffnen Sie die Systemeinstellungen und dort die Profilverwaltung:
    • macOS 15 und neuer: Allgemein → Geräteverwaltung
    • macOS 13 und 14: Datenschutz & Sicherheit → Profile
    • macOS 11 und 12: Profile
  3. Doppelklicken Sie auf „INAL DNS“, klicken Sie auf Installieren und bestätigen Sie mit Ihrem Passwort.

Hinweis „Nicht signiert“: Das Profil ist nicht digital signiert. Deshalb zeigt Apple bei der Installation die Warnung „Nicht signiert“ bzw. „Nicht überprüft“. Das ist bei selbst erstellten Profilen normal. Das Profil enthält ausschließlich die DNS-Einstellung, keine Zertifikate und keine Fernverwaltung. Entfernen können Sie es jederzeit an derselben Stelle über Profil entfernen.

Windows 11 systemweit per DNS-over-HTTPS
  1. Öffnen Sie Einstellungen → Netzwerk und Internet. Bei WLAN klicken Sie auf WLAN → Hardwareeigenschaften, bei Kabel auf Ethernet.
  2. Klicken Sie bei DNS-Serverzuweisung auf Bearbeiten und stellen Sie auf Manuell um.
  3. Schalten Sie IPv4 ein und tragen Sie als Bevorzugter DNS-Server ein: 148.251.162.153
  4. Setzen Sie darunter DNS über HTTPS auf Ein (manuelle Vorlage) und tragen Sie als DNS-über-HTTPS-Vorlage ein: https://dns.inal.cloud/dns-query
  5. Stellen Sie Fallback auf Klartext auf Aus.
  6. Lassen Sie Alternativer DNS-Server leer und IPv6 ausgeschaltet, da INAL DNS kein IPv6 anbietet. Klicken Sie auf Speichern.

Danach steht in der Übersicht der Verbindung hinter der IPv4-DNS-Adresse der Zusatz „(Verschlüsselt)“. Die Einstellung gilt pro Netzwerk: Für ein anderes WLAN wiederholen Sie die Schritte.

Alternative per Befehl

In einer Eingabeaufforderung als Administrator registriert dieser Befehl die DoH-Vorlage für die IP-Adresse. Den DNS-Server müssen Sie anschließend trotzdem wie oben (Schritte 1–3) bei der Verbindung eintragen.

netsh dns add encryption server=148.251.162.153 dohtemplate=https://dns.inal.cloud/dns-query autoupgrade=yes udpfallback=no
Firefox nur für diesen Browser
  1. Öffnen Sie Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit (oder geben Sie about:preferences#privacy in die Adresszeile ein).
  2. Scrollen Sie zum Abschnitt DNS über HTTPS.
  3. Wählen Sie Maximaler Schutz.
  4. Wählen Sie bei Anbieter auswählen den Eintrag Benutzerdefiniert und tragen Sie ein: https://dns.inal.cloud/dns-query

Mit „Maximaler Schutz“ nutzt Firefox ausschließlich INAL DNS und fällt nicht auf unverschlüsseltes DNS zurück. Andere Programme auf dem Gerät nutzen weiter den DNS-Server aus den Netzwerkeinstellungen.

Chrome, Edge und Brave nur für diesen Browser

Chrome

  1. Öffnen Sie Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Sicherheit.
  2. Aktivieren Sie unter Erweitert die Option Sicheres DNS verwenden.
  3. Wählen Sie im Menü daneben Benutzerdefiniert und tragen Sie ein: https://dns.inal.cloud/dns-query

Edge

  1. Öffnen Sie Einstellungen → Datenschutz, Suche und Dienste → Sicherheit.
  2. Aktivieren Sie Sicheres DNS verwenden und wählen Sie Dienstanbieter auswählen.
  3. Tragen Sie in das Feld ein: https://dns.inal.cloud/dns-query

Brave

  1. Öffnen Sie Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Sicherheit.
  2. Aktivieren Sie Sicheres DNS verwenden und wählen Sie Benutzerdefiniert.
  3. Tragen Sie in das Feld ein: https://dns.inal.cloud/dns-query

Ist die Option ausgegraut, wird der Browser durch Ihre Organisation verwaltet oder ein Jugendschutz-Programm ist aktiv. Andere Programme auf dem Gerät nutzen weiter den DNS-Server aus den Netzwerkeinstellungen.

Linux systemd-resolved mit DNS-over-TLS
  1. Legen Sie den Ordner /etc/systemd/resolved.conf.d/ an (falls noch nicht vorhanden) und darin als root die Datei inal-dns.conf mit diesem Inhalt:
    [Resolve]
    DNS=148.251.162.153#dns.inal.cloud
    DNSOverTLS=yes
    Domains=~.
    Oder alles in einem Schritt im Terminal:
    sudo mkdir -p /etc/systemd/resolved.conf.d
    printf '[Resolve]\nDNS=148.251.162.153#dns.inal.cloud\nDNSOverTLS=yes\nDomains=~.\n' | sudo tee /etc/systemd/resolved.conf.d/inal-dns.conf

    Die Hauptdatei /etc/systemd/resolved.conf bleibt unverändert und muss eine normale Datei sein, kein Ordner. Tragen Sie auch nichts von Hand in /etc/resolv.conf ein.

  2. Starten Sie den Dienst neu:
    sudo systemctl restart systemd-resolved
  3. Prüfen Sie mit resolvectl status: Unter Global muss bei Protocols +DNSOverTLS und bei DNS Servers 148.251.162.153#dns.inal.cloud stehen. Bei resolv.conf mode muss stub stehen.

Steht bei resolv.conf mode foreign, umgehen Programme systemd-resolved. Verknüpfen Sie /etc/resolv.conf dann wieder mit dem Stub:

sudo ln -sf /run/systemd/resolve/stub-resolv.conf /etc/resolv.conf

INAL DNS antwortet nur verschlüsselt (Port 853), nicht über klassisches DNS auf Port 53. Trägt eine Verbindung, zum Beispiel ein VPN, 148.251.162.153 selbst als DNS-Server ein und zeigt resolvectl status dort -DNSOverTLS, laufen Anfragen ins Leere. Schalten Sie DNS-over-TLS dann für diese Verbindung ein:

sudo nmcli connection modify "VERBINDUNGSNAME" connection.dns-over-tls yes
sudo nmcli connection up "VERBINDUNGSNAME"

Der Teil nach # ist der Servername für die Zertifikatsprüfung. Domains=~. leitet alle Anfragen bevorzugt an INAL DNS.

Verteilt Ihr Router per DHCP eigene DNS-Server, kann systemd-resolved diese zusätzlich nutzen. Mit NetworkManager schalten Sie das pro Verbindung ab (den Namen zeigt nmcli connection show):

sudo nmcli connection modify "VERBINDUNGSNAME" ipv4.ignore-auto-dns yes ipv6.ignore-auto-dns yes
sudo nmcli connection up "VERBINDUNGSNAME"

In GNOME geht das auch grafisch: Einstellungen → Netzwerk → Zahnrad der Verbindung → IPv4 und dort bei DNS den Schalter Automatisch ausschalten.

FRITZ!Box ab FRITZ!OS 7.20, für alle Geräte im Heimnetz per DNS-over-TLS

Richten Sie INAL DNS direkt im Router ein, nutzen alle Geräte im Heimnetz den Dienst automatisch, auch Fernseher, Spielkonsolen und Gäste. Von der FRITZ!Box bis zu INAL DNS sind die Anfragen verschlüsselt.

  1. Öffnen Sie im Browser fritz.box und melden Sie sich an.
  2. Gehen Sie zu Internet → Zugangsdaten und öffnen Sie den Reiter DNS-Server.
  3. Lassen Sie bei DNSv4-Server die Einstellung Vom Internetanbieter zugewiesene DNSv4-Server verwenden ausgewählt. Darüber findet die FRITZ!Box die Adresse von dns.inal.cloud.
  4. Aktivieren Sie im Bereich DNS over TLS (DoT) die Option Verschlüsselte Namensauflösung im Internet (DNS over TLS).
  5. Aktivieren Sie Zertifikatsprüfung für verschlüsselte Namensauflösung im Internet erzwingen.
  6. Deaktivieren Sie Auch nicht verschlüsselte Namensauflösung im Internet zulassen. Sonst weicht die FRITZ!Box bei Problemen still auf unverschlüsseltes DNS aus.
  7. Tragen Sie bei Auflösungsnamen der DNS-Server ein: dns.inal.cloud und klicken Sie auf Übernehmen.

Je nach FRITZ!OS-Version heißen die Menüpunkte leicht anders. Bei älteren Versionen schalten Sie vorher unten links die Erweiterte Ansicht ein. Bedenken Sie: Die Filter gelten danach für alle im Heimnetz. Geräte, die selbst schon INAL DNS nutzen (etwa Android mit „Privates DNS“), funktionieren unverändert weiter.

Auch Ihre VPN-Verbindungen zur FRITZ!Box profitieren davon, siehe VPN über die FRITZ!Box.

VPN

INAL DNS zusammen mit einem VPN nutzen.

Ob WireGuard, OpenVPN, FRITZ!Box, Tailscale oder eine VPN-App: INAL DNS funktioniert auch mit eingeschaltetem VPN. Dabei gibt es ein paar Besonderheiten.

Drei Regeln vorab

  • Der VPN-Ausgang muss in Deutschland liegen. INAL DNS ist nur aus Deutschland erreichbar. Steht der VPN-Server im Ausland, werden Ihre Anfragen abgewiesen.
  • Tragen Sie 148.251.162.153 nicht als DNS-Server im VPN ein. INAL DNS antwortet nur verschlüsselt (DoH, DoT, DoQ), nicht über klassisches DNS auf Port 53. Eine Zeile wie DNS = 148.251.162.153 führt dazu, dass gar nichts mehr aufgelöst wird.
  • Lassen Sie die Einrichtung auf dem Gerät aktiv. Haben Sie INAL DNS wie oben auf dem Gerät eingerichtet, laufen die verschlüsselten Anfragen einfach durch den Tunnel. Wichtig ist nur, dass das VPN diese Einstellung nicht mit einem eigenen DNS-Server überschreibt.
VPN über die FRITZ!Box WireGuard oder IPsec nach Hause, die einfachste Variante

Wählen Sie sich per VPN in Ihre FRITZ!Box ein, nutzen Ihre Geräte unterwegs die FRITZ!Box als DNS-Server. Ist dort INAL DNS eingerichtet, gilt das automatisch auch im VPN. Der Ausgang liegt bei Ihnen zu Hause, also in Deutschland.

  1. Richten Sie INAL DNS in der FRITZ!Box ein, wie unter Einrichtung → FRITZ!Box beschrieben.
  2. Legen Sie die VPN-Verbindung an. Bei WireGuard (ab FRITZ!OS 7.50): Internet → Freigaben → VPN (WireGuard) → Verbindung hinzufügen → Einzelgerät verbinden.
  3. Importieren Sie die erzeugte Konfiguration per QR-Code oder Datei in die WireGuard-App. Die Zeile DNS = mit der Adresse der FRITZ!Box (meist 192.168.178.1) lassen Sie unverändert.

Das gilt genauso für ältere IPsec-Verbindungen (MyFRITZ!App, FRITZ!VPN): Auch dort ist die FRITZ!Box der DNS-Server. Auf den Geräten selbst müssen Sie nichts weiter einstellen.

WireGuard mit eigenem Server wg-quick, wg-easy, Router oder VPS

Variante 1: Geräte-Einstellung beibehalten (empfohlen)

  1. Stellen Sie sicher, dass Ihr WireGuard-Server in Deutschland steht und der gesamte Verkehr durch den Tunnel geht (AllowedIPs = 0.0.0.0/0).
  2. Entfernen Sie in der Client-Konfiguration die Zeile DNS = vollständig:
    [Interface]
    PrivateKey = …
    Address = 10.8.0.2/32
    # keine DNS-Zeile
    
    [Peer]
    PublicKey = …
    Endpoint = vpn.example.de:51820
    AllowedIPs = 0.0.0.0/0
  3. Richten Sie INAL DNS auf dem Gerät ein (Android, Apple, Windows, Linux). Die verschlüsselten Anfragen laufen dann durch den Tunnel zu INAL DNS.

Bei wg-easy steuern Sie die DNS-Zeile über die Einstellung für den Standard-DNS (je nach Version in der Weboberfläche oder über die Variable WG_DEFAULT_DNS). Leeren Sie sie oder tragen Sie einen eigenen Resolver aus Variante 2 ein. Bereits erzeugte Client-Konfigurationen müssen Sie danach neu verteilen.

Variante 2: Eigener Resolver im Tunnel

Wollen Sie den Clients einen DNS-Server mitgeben, etwa weil Sie Geräte ohne eigene DoT/DoH-Einstellung haben, betreiben Sie auf dem VPN-Server einen kleinen Resolver, der verschlüsselt an INAL DNS weiterleitet. Dann gilt zum Beispiel DNS = 10.8.0.1. Wie das geht, steht unter Eigener Resolver als Brücke.

OpenVPN eigener Server, ab OpenVPN 2.6 auch mit DoT-Vorgabe

Für alle Varianten gilt: Der Server steht in Deutschland, und push "redirect-gateway def1" leitet den gesamten Verkehr durch den Tunnel.

Variante 1: Geräte-Einstellung beibehalten

  1. Entfernen Sie in der Server-Konfiguration alle Zeilen mit push "dhcp-option DNS …" und push "dns …".
  2. Entfernen Sie auch push "block-outside-dns". Die Option sperrt unter Windows DNS außerhalb des Tunnels und verträgt sich nicht mit der Geräte-Einstellung.
  3. Richten Sie INAL DNS auf dem Gerät ein, wie im Abschnitt Einrichtung beschrieben.

Variante 2: DNS-over-TLS vom Server vorgeben

Seit Version 2.6 kann der Server den Clients einen DoT-Server mitgeben:

push "dns server 0 address 148.251.162.153"
push "dns server 0 transport DoT"
push "dns server 0 sni dns.inal.cloud"

Nicht jeder Client setzt diese Vorgabe um. Ein Client, der transport DoT ignoriert, fragt 148.251.162.153 unverschlüsselt an und bekommt keine Antwort. Testen Sie jedes Gerät. Funktioniert es nicht, nehmen Sie Variante 1 oder 3.

Variante 3: Eigener Resolver im Tunnel

Am zuverlässigsten für viele unterschiedliche Clients: Auf dem VPN-Server läuft ein Resolver, der per DoT an INAL DNS weiterleitet (siehe Eigener Resolver als Brücke). Den geben Sie ganz normal vor:

push "dhcp-option DNS 10.8.0.1"
push "block-outside-dns"

Linux-Clients übernehmen vorgegebene DNS-Server nur mit NetworkManager oder einem Hilfsskript für systemd-resolved (z. B. update-systemd-resolved).

Eigener Resolver als Brücke für Admins: Unbound oder Technitium auf dem VPN-Server

Ein Resolver auf dem VPN-Server nimmt die Anfragen der Clients im Tunnel ganz normal auf Port 53 an und leitet sie verschlüsselt an INAL DNS weiter. So brauchen die Clients keine eigene DoT/DoH-Einstellung. Das Beispiel geht von einem Tunnel-Netz 10.8.0.0/24 aus, in dem der Server die Adresse 10.8.0.1 hat.

Unbound

  1. Installieren Sie Unbound (unter Debian und Ubuntu: sudo apt install unbound).
  2. Legen Sie die Datei /etc/unbound/unbound.conf.d/inal-dns.conf an:
    server:
      interface: 10.8.0.1
      ip-freebind: yes
      access-control: 10.8.0.0/24 allow
      tls-cert-bundle: /etc/ssl/certs/ca-certificates.crt
    
    forward-zone:
      name: "."
      forward-tls-upstream: yes
      forward-addr: 148.251.162.153@853#dns.inal.cloud
  3. Prüfen und starten Sie Unbound neu:
    sudo unbound-checkconf
    sudo systemctl restart unbound
  4. Geben Sie den Clients 10.8.0.1 als DNS-Server mit: bei WireGuard per DNS = 10.8.0.1, bei OpenVPN per push "dhcp-option DNS 10.8.0.1".

ip-freebind erlaubt Unbound zu starten, bevor das VPN-Interface existiert. Der Teil nach # ist der Servername für die Zertifikatsprüfung.

Technitium DNS Server

  1. Fügen Sie unter Settings → General → DNS Server Local End Points die Adresse 10.8.0.1:53 hinzu.
  2. Erlauben Sie unter Settings → Recursion Anfragen aus dem Tunnel-Netz 10.8.0.0/24.
  3. Tragen Sie unter Settings → Proxy & Forwarders als Forwarder dns.inal.cloud (148.251.162.153:853) ein, wählen Sie als Forwarder Protocol DNS-over-TLS und speichern Sie.

Gegenüber INAL DNS erscheinen alle VPN-Nutzer mit der Adresse Ihres Servers. Diese Lösung ist für Familie, Team oder kleine Gruppen gedacht, nicht für einen öffentlichen Dienst mit vielen Nutzern.

Tailscale, Headscale und NetBird Mesh-VPNs mit eigener DNS-Verwaltung

Mesh-VPNs verwalten DNS zentral. Tragen Sie dort 148.251.162.153 nicht als Nameserver ein, denn sie fragen den Server unverschlüsselt an. Lassen Sie stattdessen die Geräte-Einstellung wirken.

Tailscale

  1. Öffnen Sie in der Admin-Konsole den Reiter DNS.
  2. Lassen Sie Override DNS servers ausgeschaltet und tragen Sie INAL DNS nicht als globalen Nameserver ein. MagicDNS für Gerätenamen im Tailnet funktioniert weiter, alle anderen Namen löst das Gerät wie gewohnt über INAL DNS auf.
  3. Nutzen Sie einen Exit Node, muss dieser in Deutschland stehen.

Alternativ schalten Sie auf einzelnen Geräten die DNS-Übernahme ganz ab: in der App mit Use Tailscale DNS oder per tailscale set --accept-dns=false. Dann funktionieren MagicDNS-Namen auf diesem Gerät nicht mehr.

Headscale

Setzen Sie in der config.yaml im Abschnitt dns den Wert override_local_dns: false und tragen Sie INAL DNS nicht unter nameservers.global ein.

NetBird

Legen Sie im Dashboard unter DNS → Nameservers keine Nameserver-Gruppe mit 148.251.162.153 an. Ohne Nameserver-Gruppe nutzen die Geräte ihre eigene DNS-Einstellung.

Sollen alle Geräte im Mesh zentral über INAL DNS laufen, tragen Sie als Nameserver einen eigenen Resolver als Brücke ein, der im Mesh erreichbar ist.

VPN-Apps von Anbietern etwa Mullvad, Proton VPN oder NordVPN
  1. Wählen Sie in der App einen Server in Deutschland.
  2. Tragen Sie bei Eigener DNS-Server bzw. Custom DNS nicht die IP von INAL DNS ein. Die Apps fragen dort unverschlüsselt an.
  3. Eigene Werbe- und Malware-Filter der App (je nach Anbieter z. B. „DNS content blockers“, „NetShield“ oder „Threat Protection“) können Sie ausschalten, INAL DNS filtert bereits.
  4. Lassen Sie die Einrichtung auf dem Gerät aktiv und machen Sie den Funktionstest mit eingeschaltetem VPN.

Manche VPN-Apps leiten zum Schutz vor „DNS-Leaks“ jede DNS-Anfrage auf eigene Server um oder sperren den DoT-Port 853. Das ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Lädt mit eingeschaltetem VPN keine Seite mehr, stellen Sie z. B. unter Android „Privates DNS“ für die Dauer der VPN-Nutzung auf Automatisch. Im Browser bleibt INAL DNS per DoH (Firefox, Chrome, Edge, Brave) in der Regel trotzdem nutzbar.

Funktionstest

So prüfen Sie, ob es funktioniert.

Drei schnelle Tests zeigen, ob Ihre Anfragen wirklich bei INAL DNS ankommen.

Firefox

Öffnen Sie about:networking#dns in der Adresszeile. In der Spalte TRR steht bei aufgelösten Namen true, wenn DNS-over-HTTPS genutzt wird.

Kommandozeile

Mit dig ab Version 9.18 fragen Sie direkt per DoH an. Kommt eine IP-Adresse zurück, ist der Dienst erreichbar.

dig @dns.inal.cloud +https inal-it.de

Filter-Test

Rufen Sie doubleclick.net im Browser auf. Die Seite muss blockiert sein, also nicht laden. Lädt sie doch, läuft Ihr Gerät noch nicht über INAL DNS.

dig @dns.inal.cloud +https doubleclick.net

Hier erwarten Sie keine IP-Adresse, sondern status: NXDOMAIN.

Tipp: Nach der Umstellung kann es ein paar Minuten dauern, bis alte Einträge aus dem Zwischenspeicher von Browser oder System verschwunden sind. Ein Neustart des Browsers hilft.

Mit VPN: Schalten Sie das VPN ein und wiederholen Sie den Filter-Test. Lädt doubleclick.net dann plötzlich, überschreibt das VPN Ihre DNS-Einstellung. Lädt gar keine Seite mehr, steht der VPN-Ausgang im Ausland oder das VPN gibt 148.251.162.153 als unverschlüsselten DNS-Server vor. Hilfe dazu finden Sie unter VPN.

FAQ

Antworten auf einen Blick.

Was ist DNS-over-HTTPS bzw. DNS-over-TLS?

DNS übersetzt Namen wie inal-it.de in IP-Adressen. Klassisch geschieht das unverschlüsselt. Jeder auf dem Weg, etwa im öffentlichen WLAN oder beim Internetanbieter, kann mitlesen und Antworten verfälschen.

DNS-over-HTTPS (DoH), DNS-over-TLS (DoT) und DNS-over-QUIC (DoQ) verschlüsseln diese Anfragen zwischen Ihrem Gerät und INAL DNS. Der Unterschied liegt nur im Transportweg: DoH nutzt HTTPS wie eine normale Webseite, DoT einen eigenen Port (853), DoQ das moderne QUIC-Protokoll.

Warum lädt Seite X nicht?

Wahrscheinlich steht die Domain auf einer der Filterlisten. Gerade die Werbe- und Tracking-Liste ist streng und trifft gelegentlich harmlose Seiten.

Schreiben Sie uns an info@inal-it.de mit der Domain und einer kurzen Beschreibung. Wir prüfen eine Freischaltung.

Ist der Dienst kostenlos?

Ja. INAL DNS ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Es gibt keine Werbung und keine Datenverwertung.

Gibt es Garantien für Verfügbarkeit?

Nein. Der Dienst wird nach bestem Bemühen („Best Effort“) betrieben, ohne zugesicherte Verfügbarkeit und ohne Anspruch auf Support. Für kritische Umgebungen empfehlen wir, einen zweiten Resolver als Rückfall einzuplanen.

Wird etwas gespeichert?

Nein. INAL DNS arbeitet ohne Protokoll („No Log“): Es werden keine Anfragen, keine IP-Adressen und keine Domainnamen gespeichert. Statistiken liegen nur im Arbeitsspeicher und werden nicht auf die Festplatte geschrieben. Details finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Warum funktioniert der Dienst im Ausland nicht?

Der Zugriff ist aktuell auf Anschlüsse in Deutschland beschränkt. Das schützt den Dienst vor Missbrauch. Auf Reisen stellen Sie Ihr Gerät bitte vorübergehend auf automatisches DNS zurück. Nutzen Sie unterwegs ein VPN mit Ausgang in Deutschland, etwa zu Ihrer FRITZ!Box nach Hause, funktioniert INAL DNS weiter.

Funktioniert INAL DNS zusammen mit einem VPN?

Ja, wenn der VPN-Ausgang in Deutschland liegt und das VPN Ihre DNS-Einstellung nicht überschreibt. Tragen Sie 148.251.162.153 nicht als DNS-Server im VPN ein, denn INAL DNS antwortet nur verschlüsselt. Anleitungen für FRITZ!Box, WireGuard, OpenVPN, Tailscale und VPN-Apps finden Sie im Abschnitt VPN.